Verkäufer-Richtlinien

Diese Regeln sorgen dafür, dass Makerbude ein fairer und vertrauenswürdiger Marktplatz bleibt. Sie ergänzen unsere AGB. Mit der Eröffnung eines Shops akzeptierst du beides. Änderungen an diesen Richtlinien oder den AGB kündigen wir dir mindestens 15 Tage vorher per E-Mail an (bei gesetzlich zwingenden Anpassungen kann die Frist kürzer sein); verkaufst du nach Ablauf der Frist weiter, gilt das als Zustimmung – du kannst deinen Shop jederzeit schließen.

Stand: 18.07.2026

1. Was du anbieten darfst

Jeder Artikel braucht eine erkennbare eigene kreative Leistung. Dazu zählen bei uns vier Fälle:

Reines Weiterverkaufen fremder Fertigware und Dropshipping sind nicht erlaubt. Ebenfalls derzeit nicht möglich: digitale Produkte (reine Datei-Downloads wie PDF-Vorlagen, Schnittmuster-Dateien oder Druckdateien) – jedes Angebot muss eine physische Ware, ein Kurs/Workshop oder eine Termin-Dienstleistung sein. Was generell verboten ist, steht in AGB §2–3.

2. Ehrliche Darstellung

3. Servicestandards

4. Zahlungen nur über die Plattform

Alle Zahlungen laufen über den von Makerbude beauftragten Zahlungsdienstleister; er nimmt die Zahlung des Käufers entgegen und zahlt deinen Anteil direkt an dich aus – wöchentlich, mit einem Sicherheitspuffer von derzeit 14 Tagen ab Zahlungseingang (deckt Zustellung und Beschwerdefrist ab; Erstattungen im Käuferschutz-Fall gehen vor der Auszahlung ab). Es ist verboten, Käufer zu Direktzahlungen zu bewegen oder dafür Kontaktdaten, Bankverbindungen oder externe Links über das Nachrichtensystem auszutauschen. Verstöße führen zur Sperrung.

Ausnahme Termin-Dienstleistungen: Bei Angeboten vom Typ „Dienstleistung auf Anfrage“ läuft die Terminanzahlung über die Plattform (nur darauf fallen Provision und Zahlungskosten an); den Restbetrag rechnest du beim Termin direkt mit dem Kunden vor Ort ab – das ist ausdrücklich erlaubt und kein Verstoß gegen das Plattform-Zahlungsgebot. Die Anzahlung wird auf den Gesamtpreis angerechnet. Nicht erlaubt bleibt, die Anzahlung selbst an der Plattform vorbei zu kassieren oder Kunden zu bitten, die Anfrage außerhalb der Plattform abzuwickeln.

5. Umgang mit Käuferdaten

Namen, Adressen und E-Mail-Adressen von Käufern bekommst du ausschließlich zur Abwicklung der Bestellung. Du darfst sie nicht für Werbung nutzen, nicht in Verteiler aufnehmen und nicht an Dritte weitergeben. Du bist selbst dafür verantwortlich, diese Daten sicher aufzubewahren und die DSGVO einzuhalten.

6. Kommunikation & Bewertungen

6a. Sichtbarkeit & Ranking (Transparenz nach der P2B-Verordnung)

So bestimmt sich die Reihenfolge, in der Artikel angezeigt werden: In der Suche und in den Kategorien ist die Standard-Sortierung „Neueste zuerst“ (Zeitpunkt der Veröffentlichung); Käufer können selbst nach Preis auf- oder absteigend umsortieren und nach Eigenschaften filtern (z. B. Preis, kostenloser Versand, Abholung, Kurse). Die Startseiten-Reihen zeigen „Neu“ (neueste Artikel), „Beliebt“ (verkaufte Stückzahl, dann Merklisten-Einträge) und eine Zufallsauswahl („Überrasch mich“); in diesen Reihen werden Artikel mit Foto bevorzugt angezeigt. Die Suche findet Artikel über Treffer in Titel, Beschreibung, Tags, Materialien und Shop-Name. Bezahlte Platzierungen gibt es nicht – kein Shop kann sich eine bessere Position kaufen, auch nicht die Betreiberin selbst.

7. Durchsetzung

Jeder Artikel wird vor der ersten Veröffentlichung geprüft. Bearbeitest du einen bereits freigegebenen Artikel, bleibt er dabei online – inhaltliche Änderungen (Titel, Beschreibung, Bilder) werden stichprobenartig nachgeprüft; reine Preis- oder Bestands-Änderungen nicht. Shops, deren Artikel sich über längere Zeit als beanstandungsfrei erwiesen haben, können eine Auto-Freigabe erhalten: Ihre Artikel gehen sofort online und werden stichprobenartig nachgeprüft. Bei jedem Verstoß (gesperrter Artikel, Verwarnung, erstatteter Käuferschutz-Fall) entfällt die Auto-Freigabe automatisch und die Vorab-Prüfung gilt wieder; darüber wirst du per E-Mail mit Begründung informiert. Die Plattform kann Artikel ablehnen oder entfernen, Shops vorübergehend oder dauerhaft sperren und Auszahlungen zurückhalten, wenn gegen diese Regeln oder Gesetze verstoßen wird. Bei einer Sperrung erhältst du eine Begründung und kannst per Nachricht an den Support Widerspruch einlegen.

Steuerdaten (gesetzliche Pflicht): Als Marktplatz müssen wir deine Steuer- und Identitätsdaten erheben und ab bestimmten Schwellen jährlich an das Bundeszentralamt für Steuern melden (Plattformen-Steuertransparenzgesetz/DAC7). Erreicht dein Shop im Kalenderjahr 30 Verkäufe oder 2.000 € Vergütung, ohne dass diese Angaben vollständig hinterlegt sind, pausiert der Verkauf automatisch – Käufer können dann keine neuen Bestellungen aufgeben, bis du die Daten in den Shop-Einstellungen nachgetragen hast. Laufende Bestellungen und Auszahlungen sind davon nicht betroffen; die Daten sind nie öffentlich sichtbar.