Verkäufer-Richtlinien
Diese Regeln sorgen dafür, dass Makerbude ein fairer und vertrauenswürdiger Marktplatz bleibt. Sie ergänzen unsere AGB. Mit der Eröffnung eines Shops akzeptierst du beides. Änderungen an diesen Richtlinien oder den AGB kündigen wir dir mindestens 15 Tage vorher per E-Mail an (bei gesetzlich zwingenden Anpassungen kann die Frist kürzer sein); verkaufst du nach Ablauf der Frist weiter, gilt das als Zustimmung – du kannst deinen Shop jederzeit schließen.
Stand: 18.10.2026 · Neue Fassung von Abschnitt 2 ab 07.11.2026
1. Was du anbieten darfst
Jeder Artikel braucht eine erkennbare eigene kreative Leistung. Dazu zählen bei uns vier Fälle:
- Selbst hergestellt: von Hand oder mit eigenen Maschinen gefertigt (auch 3D-Druck, Lasercut, Plotter – nach deinem eigenen Entwurf oder mit nachweisbarer Lizenz für den gewerblichen Verkauf).
- Selbst designt: dein eigener Entwurf, den eine Druckerei oder ein Fertigungspartner für dich produziert – der Partner muss im Artikel genannt werden.
- Selbst kuratiert: von dir zusammengestellte Geschenksets mit erkennbarem Thema – aus selbst gefertigten oder eigens dafür gestalteten Teilen. „Vintage“ ist bei uns ein Stil, keine Altersangabe: Gebrauchtwaren und Second-Hand-Artikel gehören nicht auf Makerbude.
- Für Kreative: selbst hergestelltes Material, mit dem andere etwas erschaffen (z. B. handgefärbte Wolle, selbst gegossene Rohlinge). Zugekaufter Bastelbedarf und Werkzeug-Sortimente gehören nicht auf Makerbude.
Reines Weiterverkaufen fremder Fertigware und Dropshipping sind nicht erlaubt. Ebenfalls derzeit nicht möglich: digitale Produkte (reine Datei-Downloads wie PDF-Vorlagen, Schnittmuster-Dateien oder Druckdateien) – jedes Angebot muss eine physische Ware, ein Kurs/Workshop oder eine Termin-Dienstleistung sein. Was generell verboten ist, steht in AGB §2–3.
2. Ehrliche Darstellung
- Eigene Fotos: Zeig das echte Produkt, das der Käufer bekommt – keine fremden Fotos, keine Katalogbilder. Bei Personalisierungen zeigt das erste Bild ein fertiges Beispiel, nicht den Rohling.
- KI offenlegen: Wurde bei Design, Motiv oder Produktbild KI eingesetzt, muss das Häkchen „mit KI erstellt“ am Artikel gesetzt sein. Käufer sehen den Hinweis auf der Artikelseite.
- Korrekte Angaben: Material, Maße, Zustand und Herkunft müssen stimmen. Preisaktionen müssen echt sein – kein künstlich erhöhter „Vorher-Preis“.
Neue Fassung ab 07.11.2026 – ab dann ersetzt sie Abschnitt 2:
- Eigene Fotos: Zeig das echte Produkt, das der Käufer bekommt – keine fremden Fotos, keine Katalogbilder. Bei Personalisierungen zeigt das erste Bild ein fertiges Beispiel, nicht den Rohling.
- Mindestens ein echtes Foto: Mindestens ein Foto zeigt den echten Artikel unbearbeitet vor echtem Hintergrund – nicht mit KI erzeugt oder verändert, ohne Filter und Retusche. Zuschneiden, Drehen und das Verkleinern beim Hochladen sind erlaubt. Bei Auftragsarbeiten zeigt es ein schon gefertigtes Stück, bei Kursen und Termin-Dienstleistungen den echten Kurs oder ein echtes Ergebnis, mit Fertigungspartner ein echtes Muster.
- Fotos bearbeiten: Bei den übrigen Fotos darfst du Licht, Farbe, Ausschnitt und Hintergrund bearbeiten, auch mit KI – solange der Artikel so aussieht, wie er ankommt, und keine Mängel versteckt werden. Das erste Foto zeigt ihn möglichst klar und echt.
- KI offenlegen: Hast du bei Design oder Motiv KI eingesetzt, setzt du den Haken „Bei Design oder Herstellung wurde KI verwendet“; hast du Fotos mit KI bearbeitet oder erzeugt (z. B. den Hintergrund ersetzt), den Haken „Fotos wurden mit KI bearbeitet oder erzeugt“. Käufer sehen beide Hinweise am Artikel. Texte darfst du ohne Hinweis mit KI schreiben – für jede Angabe stehst du selbst ein.
- Selbst eingestellt: Jeden Artikel stellst du selbst ein und prüfst ihn. Automatisch in großer Zahl erzeugte Artikel sind nicht erlaubt; Import und KI-Vorschlag sind in Ordnung, weil du sie selbst startest und das Ergebnis prüfst.
- Anleitungen: Liegt eine Anleitung bei (z. B. in einem Bastelset), hast du sie selbst geschrieben und ausprobiert – nicht eine KI.
- Korrekte Angaben: Material, Maße, Zustand und Herkunft müssen stimmen. Preisaktionen müssen echt sein – kein künstlich erhöhter „Vorher-Preis“.
Weicht ein Artikel deutlich von Fotos oder Beschreibung ab, kann der Käufer einen Fall melden – die Erstattung geht dann unter Umständen zu deinen Lasten (siehe Abschnitt 3).
3. Servicestandards
- Halte deine angegebene Bearbeitungszeit („versandbereit in X Werktagen“) ein.
- Pakete verschickst du mit Sendungsverfolgung und trägst die Sendungsnummer beim Markieren als „versendet“ ein. Das schützt dich im Streitfall (Zustellnachweis) und ist Grundlage des Käuferschutzes. Verschickst du bewusst ohne Sendungsverfolgung (z. B. als Warensendung oder Brief), setzt du stattdessen den Haken „Ohne Sendungsverfolgung verschickt“ – dann kannst du die Zustellung nicht belegen und trägst das Risiko, wenn die Sendung verloren geht. Bei Abholung und bei Kursen/Workshops entfällt das natürlich.
- Antworte zeitnah auf Nachrichten von Käufern – spätestens innerhalb von 2 Werktagen.
- Kannst du eine Bestellung nicht erfüllen, informiere den Käufer sofort per Nachricht und storniere; bereits gezahltes Geld wird vollständig erstattet.
- Versuche Probleme zuerst direkt mit dem Käufer zu lösen. Meldet der Käufer einen Fall, prüft die Plattform und entscheidet – bis hin zur Erstattung zu deinen Lasten.
- Beachte das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht für Verbraucher; bei individuellen Anfertigungen kann es ausgeschlossen sein – weise im Artikel darauf hin. Die Plattform stellt die gesetzliche Online-Widerrufsfunktion und die Widerrufsbelehrung (in jeder Bestellbestätigung) zentral für alle Plattform-Verträge bereit – du nutzt sie verpflichtend und wickelst eingehende Widerrufe gesetzeskonform ab (Erstattung unverzüglich, spätestens 14 Tage nach Eingang bzw. Rückerhalt der Ware). Widerrufe, die über die Funktion eingehen, leiten wir dir sofort per E-Mail weiter.
- Bietest du in den Shop-Einstellungen eine freiwillige Rückgabe an (30/60/90 Tage nach Erhalt), ist diese Zusage für dich verbindlich: Nimm Rücksendungen in dieser Frist zurück und erstatte den Artikelpreis (Rücksendekosten trägt der Käufer). Sie gilt zusätzlich zum gesetzlichen Widerrufsrecht und schränkt es nie ein; für Auftragsarbeiten, Kurse/Workshops und Termin-Dienstleistungen gilt sie nicht.
4. Zahlungen nur über die Plattform
Alle Zahlungen laufen über den von Makerbude beauftragten Zahlungsdienstleister; er nimmt die Zahlung des Käufers entgegen und zahlt deinen Anteil direkt an dich aus – wöchentlich, mit einem Sicherheitspuffer von derzeit 14 Tagen ab Zahlungseingang (deckt Zustellung und Beschwerdefrist ab; Erstattungen im Käuferschutz-Fall gehen vor der Auszahlung ab). Es ist verboten, Käufer zu Direktzahlungen zu bewegen oder dafür Kontaktdaten, Bankverbindungen oder externe Links über das Nachrichtensystem auszutauschen. Verstöße führen zur Sperrung.
Ausnahme Termin-Dienstleistungen: Bei Angeboten vom Typ „Dienstleistung auf Anfrage“ läuft die Terminanzahlung über die Plattform (nur darauf fallen Provision und Zahlungskosten an); den Restbetrag rechnest du beim Termin direkt mit dem Kunden vor Ort ab – das ist ausdrücklich erlaubt und kein Verstoß gegen das Plattform-Zahlungsgebot. Die Anzahlung wird auf den Gesamtpreis angerechnet. Nicht erlaubt bleibt, die Anzahlung selbst an der Plattform vorbei zu kassieren oder Kunden zu bitten, die Anfrage außerhalb der Plattform abzuwickeln.
5. Umgang mit Käuferdaten
Namen, Adressen und E-Mail-Adressen von Käufern bekommst du ausschließlich zur Abwicklung der Bestellung. Du darfst sie nicht für Werbung nutzen, nicht in Verteiler aufnehmen und nicht an Dritte weitergeben. Du bist selbst dafür verantwortlich, diese Daten sicher aufzubewahren und die DSGVO einzuhalten.
6. Kommunikation & Bewertungen
- Keine Werbung, kein Spam und keine Belästigung über das Nachrichtensystem.
- Bewertungen können Käufer bis 100 Tage nach Versand abgeben. Du kannst öffentlich antworten – sachlich und freundlich.
- Gefälschte Bewertungen (eigene Käufe, Absprachen, Gefälligkeiten) sind verboten und führen zur Sperrung.
- Gezieltes Schädigen anderer Shops (Schein-Käufe für schlechte Bewertungen, Abwerben, Warnungen ins Blaue) ist verboten.
6a. Sichtbarkeit & Ranking (Transparenz nach der P2B-Verordnung)
Auf Makerbude soll jeder Shop gesehen werden, nicht nur die größten. Deshalb ordnet die Standard-Sortierung nicht nach Verkaufszahlen oder Klicks, sondern mischt alle Shops fair durch. Die Regeln im Einzelnen:
- Stöbern in Suche und Kategorien (voreingestellt: „Entdecken – fair gemischt“): Erst kommt je ein Artikel von jedem Shop, dann je ein zweiter und so weiter. Die Mischung wechselt zu jeder vollen Stunde, so steht über die Zeit jeder Shop gleich oft vorn. Artikel mit Foto kommen vor Artikeln ohne Foto. Verkaufszahlen, Aufrufe, Bewertungen, Preis und Alter des Shops zählen hier nicht – so kann niemand eine Kategorie überfluten, und neue Shops haben dieselbe Chance.
- Suche mit Suchbegriff: Jedes Suchwort muss im Artikel vorkommen. Die besten Treffer kommen zuerst: Der Titel zählt am meisten, dann die Tags, dann Materialien, Shop-Name und Kurz-Zusammenfassung, zuletzt Beschreibung und Varianten. Bei Gleichstand entscheidet die stündliche Mischung.
- Umsortieren und Filter: Käufer können auch „Neueste zuerst“ oder nach Preis sortieren und filtern, etwa nach Versand, Abholung oder Kursen. Mit dem Filter „Kurse & Workshops“ steht der nächste Termin zuerst; vergangene Kurse verschwinden.
- Startseite: Drei Reiter – „Überrasch mich“ (voreingestellt, neue Zufallsauswahl bei jedem Aufruf), „Neu“ (zuletzt eingestellt) und „Beliebt“ (Verkäufe, dann Merklisten-Einträge, dann Aufrufe, jeweils nur der letzten 30 Tage, damit alte Verkäufe nicht für immer vorn stehen). Gezeigt werden nur lieferbare Artikel, mit Foto zuerst. Der Kasten „Unsere Founding Maker“ zeigt Gründungs-Shops in der Reihenfolge ihrer Eröffnung.
- Maker der Woche: Kein Ranking, sondern eine Warteschlange. Alle aktiven Shops mit Shop-Beschreibung und mindestens einem Artikel mit Foto (nicht im Urlaubsmodus) kommen der Reihe nach dran – wer noch nie dran war oder am längsten wartet, zuerst. Würde eine Runde länger als ein halbes Jahr dauern, wechselt der Takt auf täglich („Maker des Tages“).
- Markt-, Stadt-, Anlass- und Saisonseiten: Auch hier wird fair gemischt. Auf Marktseiten stehen zuerst die Shops, die sich dort mit „Ich bin dabei“ eingetragen haben, dann Shops aus der Nähe (nach PLZ der Shop-Anschrift, nähere zuerst), dann alle anderen – höchstens zwei Artikel je Shop, solange genug andere da sind. Stadtseiten richten sich nach „Ort (Stadt)“ im Shop (Kurse dort nach Termin), Saisonseiten zeigen nur Shops, die sich zur Aktion angemeldet haben. Die Liste „Regionale Shops“ ist alphabetisch, bei einer PLZ-Suche nach Entfernung sortiert.
- Persönliches und Vorschläge: Angemeldete Käufer sehen zusätzlich Neues von Shops, denen sie folgen, und aus dem Ort in ihrem Konto. „Das könnte dir auch gefallen“ ist eine Zufallsauswahl aus derselben Kategorie. Ein Profil aus dem Klickverhalten gibt es nicht.
Bezahlte Platzierungen gibt es nicht. Niemand kann sich eine bessere Position kaufen, weder mit Geld noch über die Provision. Auch der Shop der Betreiberin wird nach denselben Regeln einsortiert.
Was du selbst tun kannst: Fotos, treffende Titel und Tags, eine Shop-Beschreibung, lieferbarer Bestand sowie „Ort (Stadt)“ und PLZ in deinem Shop.
7. Durchsetzung
Jeder Artikel wird vor der ersten Veröffentlichung geprüft. Bearbeitest du einen bereits freigegebenen Artikel, bleibt er dabei online – inhaltliche Änderungen (Titel, Beschreibung, Bilder) werden stichprobenartig nachgeprüft; reine Preis- oder Bestands-Änderungen nicht. Shops, deren Artikel sich über längere Zeit als beanstandungsfrei erwiesen haben, können eine Auto-Freigabe erhalten: Ihre Artikel gehen sofort online und werden stichprobenartig nachgeprüft. Bei jedem Verstoß (gesperrter Artikel, Verwarnung, erstatteter Käuferschutz-Fall) entfällt die Auto-Freigabe automatisch und die Vorab-Prüfung gilt wieder; darüber wirst du per E-Mail mit Begründung informiert. Die Plattform kann Artikel ablehnen oder entfernen, Shops vorübergehend oder dauerhaft sperren und Auszahlungen zurückhalten, wenn gegen diese Regeln oder Gesetze verstoßen wird. Bei einer Sperrung erhältst du eine Begründung und kannst per Nachricht an den Support Widerspruch einlegen.
Steuerdaten (gesetzliche Pflicht): Als Marktplatz müssen wir deine Steuer- und Identitätsdaten erheben und ab bestimmten Schwellen jährlich an das Bundeszentralamt für Steuern melden (Plattformen-Steuertransparenzgesetz/DAC7). Erreicht dein Shop im Kalenderjahr 30 Verkäufe oder 2.000 € Vergütung, ohne dass diese Angaben vollständig hinterlegt sind, pausiert der Verkauf automatisch – Käufer können dann keine neuen Bestellungen aufgeben, bis du die Daten in den Shop-Einstellungen nachgetragen hast. Laufende Bestellungen und Auszahlungen sind davon nicht betroffen; die Daten sind nie öffentlich sichtbar.